Damit Ihr Text nach Ihnen klingt und nicht nach dem Durchschnitt.
Der Satzspiegel bestimmt auf jeder Buchseite jene Fläche, innerhalb derer der Text gesetzt wird, während die Ränder unberührt bleiben. Nach demselben Prinzip arbeite ich an Ihrem Manuskript: Bevor ich eingreife, erhebe ich, wie Sie tatsächlich schreiben, und halte jede Änderung innerhalb dieses Rahmens, sodass Ihr Text optimiert wird, ohne nach jemand anderem zu klingen.
Jeder gelungene Text trägt eine Handschrift, doch die wenigsten Schreibenden könnten benennen, woraus die ihre besteht. Erst wenn sich ein Stil merklich ändert, fällt auf, was fehlt und woraus sich die eigene Stimme zuvor zusammensetzte. Das kann nach einer Überarbeitung passieren, die alles geglättet hat, oder nachdem ein Sprachmodell einen Absatz „verbessert“ hat und die Passage plötzlich wie jede andere klingt.
Das Duktusprofil
Aus einer Auswahl Ihrer Texte, die Sie nicht mithilfe von KI erstellt oder korrigiert haben, ermittle ich, wie lang Ihre Sätze im Durchschnitt sind und wie stark ihre Länge schwankt, in welchem Verhältnis Sie Haupt- und Nebensätze nutzen, wie häufig Sie Einschübe, Semikola und Gedankenstriche setzen, welche Konjunktionen und Anschlüsse Sie bevorzugen, ob Sie eher verbal oder nominal formulieren, welche Rhythmusfiguren und Bildbereiche wiederkehren und auf welcher Stilebene Sie sich bewegen.
Daraus ergibt sich Ihr individueller Stilspiegel: für jedes Merkmal ein Bereich, innerhalb dessen ein Text noch nach Ihnen klingt, und eine Grenze, jenseits derer er es nicht mehr tut. Sie erhalten ein Dokument von zehn bis zwölf Seiten mit Ihren Werten, den Belegsätzen, an denen sie sichtbar werden, und einer Aufstellung dessen, was ich an Ihrer Stelle bewusst beibehielte, auch dort, wo eine Lektorin eventuell glätten würde.
Kosten: 390,00 Euro, Bearbeitungszeit etwa zwei Wochen.
Der Stilkompass
Der Stilkompass umfasst das Duktusprofil sowie alles, was Sie benötigen, um es im Schreiballtag tatsächlich zu nutzen:
- eine ausgearbeitete Projektanweisung für das KI-Werkzeug Ihrer Wahl, die das Modell auf Ihren Stilspiegel verpflichtet, statt es gegen Ihre Stimme arbeiten zu lassen
- eine Liste jener Wörter, Floskeln und Satzfiguren, die in Ihren Texten nichts verloren haben, weil sie maschinell klingen
- ein Prüfblatt mit sieben Fragen, anhand derer Sie nach jeder Überarbeitung feststellen, ob Sie innerhalb Ihres Rahmens geblieben sind
- eine Einschulung von einer Stunde, die aufgezeichnet wird, sodass Sie sie jederzeit wiederholen können
- eine Fortschreibung nach zwölf Monaten, da sich sowohl Ihre Texte als auch die neuen Werkzeuge verändern
Kosten: 690,00 Euro, die jährliche Fortschreibung danach 190,00 Euro.
Für Verlage, Redaktionen und Unternehmen
Dasselbe Verfahren biete ich Häusern an, die eine Tonalität über viele Schreibende hinweg wahren müssen, etwa für eine Marke, eine Buchreihe oder ein Autor:innenprogramm, jeweils samt Einschulung des Teams. Nach Vereinbarung, ab 2.400,00 Euro.
Weshalb das keine KI leisten kann
Messen ließe sich vieles maschinell. Ob eine Abweichung jedoch Ihr Stil ist oder Ihr Fehler, lässt sich nicht messen, denn diese Frage setzt voraus, dass jemand Ihre Texte gelesen und begriffen hat, wohin sie wollen. Diese Entscheidung treffe ich anhand meiner langjährigen Erfahrung, und ich begründe sie Ihnen gegenüber Satz für Satz.