Textarbeit mit KI & Verantwortung

Warum jeden Text ein Mensch verantworten muss

Generative Textmodelle formulieren inzwischen flüssig, orthografisch sauber und ohne Tippfehler. Mit fehlerfreien Sätzen lässt sich folglich kein Geld mehr verdienen, doch genau deshalb ist professionelle Textarbeit wichtiger denn je.

Ein Sprachmodell erzeugt seine Sätze aus Wahrscheinlichkeiten. Es weiß nicht, ob zutrifft, was es behauptet, es vertritt keine Haltung und kann für nichts einstehen. Doch sofern Ihr Name auf dem Buch prangt, auf der Dissertation oder auf der Unternehmensseite, haftet dafür kein Modell, sondern Sie.

Was ich dabei leiste

Ich arbeite seit zwanzig Jahren mit Texten und seit fünfzehn Jahren als professionelle Lektorin sowie seit 2022 eingehend mit generativer Text-KI, über die ich bisher zwei Bücher geschrieben habe. Aus meiner Expertise ergeben sich meine spezialisierten Dienstleistungen.

Ich erkenne die Handschrift generativer Text-KI. Sprachmodelle hinterlassen Spuren – in der Lexik, in der Satz- und Spracharchitektur, in der Interpunktion sowie in der Art, wie sie Szenen auflösen, Gegensätze bauen und Absätze schließen. Diese Merkmale habe ich systematisch erhoben und widme ihnen in der zweiten Auflage meines SchreibWende-Ratgebers, die im Winter 2026 erscheint, einen umfassenden Teilbereich.

Ich bewahre Ihren Duktus. Ehe ich in ein Manuskript eingreife, erhebe ich, wie Sie tatsächlich schreiben: Satzlängen und ihre Streuung, Anteil der Hypotaxe, Einschübe, bevorzugte Anschlüsse, wiederkehrende Rhythmusfiguren. Daraus ergibt sich ein Rahmen, den keiner meiner Eingriffe und Optimierungsvorschläge verlässt, sodass Ihr Text sensibel optimiert wird, ohne danach nach jemand anderem zu klingen; nachzulesen unter Stilspiegel.

Ich übernehme die Verantwortung. Auf Wunsch dokumentiere ich die Prüfung vorgelegter Texte schriftlich, sodass Sie gegenüber Verlag, Auftraggeber:innen oder Prüfstelle belegen können, dass Ihr Text eine fachliche Redaktion durchlaufen hat; nachzulesen unter Redaktionelle Freigabe (Imprimatur).

Meine Haltung

Ich verteufle diese Werkzeuge nicht, zumal ich selbst mit ihnen arbeite, und ich möchte nicht so tun, als ginge vorüber, was sich aktuell entwickelt und Wege einschlägt, von denen niemand auch nur träumen konnte. Ich bin allerdings sicher, dass kein KI-Modell einen Text verantworten kann, und ich halte den Verlust des eigenen Duktus und Stils für den teuersten Preis, den Schreibende derzeit zu zahlen bereit sind. Als ehrlicher Mensch empfinde ich zudem ein transparentes, verantwortungsbewusstes Vorgehen als unerlässlich: Wo KI genutzt wird, muss eine Kennzeichnung erfolgen. Zu allen Überlegungen gesellt sich zudem mein Anspruch als Lesende und Literaturliebhaberin. Ich persönlich möchte keinen generierten KI-Einheitsbrei lesen, sondern originelle, raffinierte Plots konsumieren, Figuren kennenlernen, die ich so noch nie gesehen habe, und Geschichten erfahren dürfen, die mich berühren und noch lange nach der Lektüre nicht loslassen.

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Mein SchreibWende-Ratgeber und das SchreibWende-Workbook behandeln all dies und noch mehr ausführlich. Mit den von mir zusammengestellten Schreibübungen, Prompts und Beispielen aus der Lektoratspraxis für ein versiertes Eigenlektorat mit und ohne KI sind Autor:innen auf der sicheren Seite; beide Bände samt Bonusmaterial finden Sie auf schreibwende.at.