Lektorat, Korrektorat und Redigat
Lektorat
Ein Lektorat im Textariat beginnt damit, dass ich Ihren Text verstehe, bevor ich ihn verändere. Ich lese das Manuskript zunächst als Ganzes, erfasse, was es erzählen oder belegen will, und greife erst danach ein, und zwar so, dass Sie jeden Eingriff nachvollziehen, annehmen oder verwerfen können. Ihren Duktus bewahre ich dabei und schärfe ihn. Auf welche nachprüfbare Weise das geschieht, erfahren Sie unter Stilspiegel.
Ein wissenschaftliches Lektorat ist die Grundvoraussetzung sowohl für die hohe Qualität als auch für eine gute Beurteilung eines selbstständig verfassten Textes. Ich vereinheitliche Stil und Terminologie, verleihe Ihrer Arbeit den angemessenen akademischen Ton, weise auf Redundanzen, Brüche in der Argumentation und inhaltliche Unstimmigkeiten hin und achte darauf, dass Zitierweise und Belege konsistent sind. Die Verantwortung für Inhalt und Eigenständigkeit der Arbeit bleibt dabei selbstverständlich bei Ihnen.
Das belletristische und literarische Lektorat optimiert Ihren Text vom einzelnen Buchstaben bis zum gesamten Manuskript. Ich prüfe, ob Anlage und Absicht Ihres Textes zueinander passen, wie Sie Ihre Figuren führen, ob die Erzählperspektive trägt, wo Spannung entsteht und wo diese versickert. Sprachliche Schwächen redigiere ich nachvollziehbar und merke u. a. Logik- und Stringenzprobleme an. Wo ich lediglich etwas zu bedenken gebe, erläutere ich es anhand von Kommentaren, ansonsten werden Problemstellen direkt aufgelöst. Neben MS Word arbeite ich auf Wunsch auch mit Papyrus Autor, sodass Sie umfangreiche Buchprojekte im .pap-Format vorlegen können.
Im Textariat ist das Korrektorat in jedem Lektorat inbegriffen, sodass Orthografie, Zeichensetzung, Grammatik und Syntax stets mitgeprüft werden. Ein Schlusskorrektorat, nachdem Sie meine Anmerkungen eingearbeitet haben, beauftragen Sie gesondert, und ich empfehle es nachdrücklich, weil beim Einarbeiten erfahrungsgemäß neue Fehler entstehen können.
Sie haben Ihren ganz eigenen und persönlichen Stil? Das Textariat legt Wert darauf, den individuellen Sprachduktus keinesfalls zu eliminieren: Ihr Stil wird beibehalten und lediglich innerhalb des individuellen Stilspiegels optimiert.
Weiterlesen: Qualität und Professionalität eines Lektors im Voraus abschätzen …
Das Korrektorat: wenn der „Stakeholder“ kein „Steakholder“ sein soll
Ist Ihr Text inhaltlich und stilistisch ausgereift, benötigen Sie lediglich die abschließende Kontrolle der sprachlichen Feinheiten. Ich prüfe und verbessere Orthografie, Zeichensetzung, Grammatik und Syntax und finde jene Tippfehler, für die Autor:innen im Laufe der intensiven Arbeit am eigenen Text blind werden. Zeigt sich währenddessen, dass ein Lektorat angebracht wäre, weise ich Sie anhand von Korrekturproben darauf hin, und Sie entscheiden, ob Sie diese Mehrleistung beauftragen.
KorrektoratPLUS
Das KorrektoratPLUS ist zwischen Korrektorat und Lektorat angesiedelt. Hier werden allgemeine stilistische Auffälligkeiten wie Wortwiederholungen und inhaltliche Ungenauigkeiten sowie stilistische Schönheitsfehler markiert. Im Gegensatz zum vollständigen Lektorat, bei dem ich Optimierungsvorschläge mache und direkt im Fließtext eingreife, müssen die markierten Passagen bei Bedarf von den Auftraggebenden selbst bearbeitet werden. Ein KorrektoratPLUS bewährt sich vor allem dann, wenn die Zeit bis zur Abgabe knapp bemessen ist.
Wenn KI im Spiel war
Ich lektoriere auch Texte, die ganz oder teilweise mit generativer KI entstanden sind. Obwohl ich KI-generierte Texte spätestens im zweiten Absatz erkenne, bitte ich um Transparenz bei Vorlage, um Ihnen bestmöglich weiterhelfen zu können. Maschinell erzeugte Passagen lesen sich glatt und verbergen ihre Schwächen besser als handgeschriebene, sie behaupten Sachverhalte, die nicht zutreffen, wiederholen Muster, verlieren über längere Strecken die Stimme einer Figur und gleichen sich einander an. Zur sprachlichen Arbeit tritt deshalb eine inhaltliche Prüfung hinzu, die sich von menschengemachten Texten grundlegend unterscheidet. Benötigen Sie überdies eine schriftliche Bestätigung meiner Prüfung, um einen generierten Text ohne KI-Kennzeichnung veröffentlichen zu können, lesen Sie bitte unter Imprimatur weiter.
Was Sie in jedem Fall am Ende in Händen halten
- Ihr Manuskript mit sämtlichen Eingriffen in Änderungsverfolgung, die Sie einzeln annehmen oder ablehnen können
- Kommentare an jenen Stellen, an denen ich etwas zu bedenken gebe, ohne selbst einzugreifen
- ein Übergabeschreiben samt Feedback
- auf Wunsch ein (kostenpflichtiges) abschließendes Gespräch, in dem wir einzelne Anmerkungen gemeinsam durchgehen oder den Fokus meiner Arbeit nachbesprechen
Ehe Sie sich entscheiden
Möchten Sie vorab wissen, wie ich arbeite und welcher Aufwand auf Sie zukommt, beauftragen Sie gern ein Probelektorat (Roman und Sachbuch; EUR 150,00) oder eine Manuskripteinschätzung (Kinderbuch; EUR 95,00). Beide Beträge werden Ihnen gutgeschrieben, wenn Sie den Auftrag erteilen, und die Bedingungen im Einzelnen finden Sie unter Probelektorat und Manuskripteinschätzung.
Bedenken Sie: Korrigiert und lektoriert wird hier von einer Germanistin, die mit ihrem Namen für das Ergebnis einsteht und Ihnen offen sagt, wenn ein Text ein größeres Problem hat als fehlende Beistriche.
