Selbstprüfung: Wie maschinell klingt Ihr Text?

Nehmen Sie sich zwei Seiten Ihres aktuellen Textes vor, lesen Sie sie aufmerksam und beantworten Sie die folgenden zehn Fragen. Jedes Ja zählt einen Punkt.

  1. Kommen Wörter wie facettenreich, vielmehr (gern direkt nach einem Semikolon), vielschichtig, nahtlos oder maßgeblich auf diesen zwei Seiten mehr als einmal vor?
  2. Beginnt oder endet ein Absatz mit einer allgemeinen Formel, etwa In der heutigen Zeit oder Insgesamt zeigt sich?
  3. Zählen Sie mehr als zwei Aufzählungen mit genau drei Gliedern?
  4. Finden Sie mehrfach Gegensätze nach dem Muster nicht dies, sondern jenes oder nicht nur …, sondern?
  5. Endet mehr als ein Absatz mit einem kurzen Satz, der das Vorangegangene zusammenfasst oder deutet?
  6. Stehen lange Gedankenstriche ohne Leerzeichen oder schließende englische Anführungszeichen im Text?
  7. Benennen Ihre Figuren ihre Gefühle ausdrücklich, anstatt dass diese sich aus ihrem Verhalten erschließen?
  8. Löst sich ein Konflikt innerhalb derselben Szene, in der er entstanden ist?
  9. Vergleichen Sie: Klingt der Text glatter und gleichmäßiger als das, was Sie vor drei Jahren geschrieben haben?
  10. Hätten Sie Mühe, eine Formulierung zu benennen, an der man Sie als Verfasserin oder Verfasser erkennt?

0 bis 2 Punkte: Ihr Text trägt Ihre eigene Handschrift. Die Merkmale, die Sie gefunden haben, gehören womöglich schlicht zu Ihrem Stil. Sofern Sie unsicher sind, zeigt Ihnen meine Stilspiegel-Analyse, welche Eigenheiten Sie bewusst beibehalten sollten.

3 bis 5 Punkte: Die Maschine hat Spuren hinterlassen, entweder unmittelbar oder weil Sie beim Lesen maschineller Texte unmerklich Muster übernommen haben. Eine gezielte Überarbeitung genügt in der Regel, und im Lektorat zeige ich Ihnen, wo sie ansetzen sollte.

6 bis 10 Punkte: Ihr Text klingt überwiegend nach Durchschnitt. Das ist kein Urteil über Ihr Talent, wohl aber ein Hinweis darauf, dass Ihre eigene Stimme im Moment kaum zu hören ist. Ein Lektorat mit anschließendem Stilspiegel bringt sie zurück.

Möchten Sie regelmäßig erfahren, woran Sie maschinelle Muster erkennen und wie Sie sie vermeiden? Dann tragen Sie sich für meinen Rundbrief ein.